Die Legende von Maria Linden

Von ihrer Entstehung weiß die Legende folgendes zu erzählen: Ein Marienbild, das man in die Höhlung eines Lindenbaumes gestellt hatte, wurde während einer Kriegszeit durch das Zuwachsen der Baumrinde vor plündernd umherziehenden Scharen bewahrt. Als Friede und Ordnung im Land wieder hergestellt waren, hörte ein Hirtenmädchen, das in der Nähe seine Herde hütete, eines Abends einen lieblichen Gesang, der aus dem Baum zu klingen schien.
Nachdem sich dieses mehrmals wiederholte erzählte das Kind seinem Vater davon.

Dieser glaubte an einen Zauber und machte sich daran, die Linde zu fällen.
Kaum hatte er aber die Linde mit der Axt berührt, fiel die Rinde, die bisher das Muttergottesbild verborgen gehalten hatte, ab und das Marienbild schaute ihm entgegen. Diese wundersame Geschehen verbreitete sich sehr schnell in der ganzen Gegend und das Volk strömte herbei, das Wunder zu sehen und Maria in diesem Bilde zu ehren. Die Herren von Windeck ließen eine Kapelle neben der Linde errichten, in der man die Statue aufstellte.  ⇐ zurück